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Die Kunst des Bewerbens

Man hat die Schule unter Mühen hinter sich gebracht und denkt, dass der unerträgliche Stress nun ein Ende hat.

Fehlanzeige!

Der wahre Graue-Haare-Schlaflose-Nächte-Stress beginnt jetzt erst. Und zwar in der mörderischen Form des Bewerbungsmarathons! *DON*

Wer das Glück hat entweder bereits genau zu wissen, in welchem Beruf er sich bewerben möchte oder nicht besonders wählerisch ist, der erspart sich eine Menge Ärger mit sich selbst, der Familie und besonders dem Staat, dem eine - eigentlich - natürliche Unentschlossenheit besorgniserregend schnell auf den Sack geht.

Ich persönlich gehörte einst zu dieser Personenkategorie, die noch nicht wusste, welches Berufsfeld die eigenen Interessen am Besten deckt. Nun gehöre ich zu solchen jungen Menschen, denen es - auf gut deutsch - scheißegal ist, welchen Beruf sie ergreifen wollen. Hauptsache Arbeit.

Nicht, dass ich Probleme mit meinem Zeugnis hätte, keineswegs. Lediglich bin ich es Leid, mit keinem Beruf zufrieden zu sein, wenn ich mal wieder die Tätigkeitsbeschreibungen auf diversen Internetseiten durchlese.

Überraschenderweise hat man es aber auch nicht leichter, wenn einem alles recht ist. Nein.
Man hat Schwierigkeiten in den verschiedenen Bewerbungen interessiert zu klingen. Von Vorstellungsgesprächen einmal ganz zu schweigen.
Wenn mich etwas nicht interessiert, heuchel ich normalerweise kein Interesse, so ein Mensch bin ich nicht. Ich sage es frei, wenn mich so etwas in diesem Moment nicht berührt und mein Umfeld zeigt in der Regel Verständnis dafür, so tolerant und vernünftig sind sie. Ein Glück, dass ich solche Freunde habe =D

Das Zweitschwierigste (was unmittelbar mit Interesse zusammenhängt) ist der allererste Satz einer Bewerbung.

Sehr geehrte/r Herr/Frau Soundso,

bumms...... was nun.

Mittelteil, Ende, Schlußsatz, alles kein Problem, nur der Anfang macht mir Probleme. Aber nach ein paar Tagen intensivstem Brainstormings kriege ich auch das normalerweise hin.

Kommen wir nun zum angenehmsten Teile einer Bewerbung (ja, so etwas gibt es tatsächlich).

Der Lebenslauf.

Zwar wurde auch der Lebenslauf in den letzten Jahren unnötigerweise verkompliziert, aber er ist noch keine eigene Wissenschaft wie seine große Schwester die Bewerbung.

Beim Lebenslauf kann man heutzutage zwischen modern-amerikanisch und altmodisch-europäisch wählen, wobei es in den einzelnen Ländern wiederum Eigenheiten gibt. (beispielsweise ist Deutschland das einzige Land, in dem das Bewerbungsfoto sehr ausschlaggebend für den beruflichen Erfolg ist. In einigen Ländern ist ein Foto auf der Bewerbung sogar verboten, damit gewährleistet wird, dass jedermann nach seinen Qualifikationen und nicht nach dem Aussehen beurteilt wird.
Tja, barbusige Blondine, heutzutage geht wohl nix mehr mit Hochlschlafen in manchen Ländern ;D)

Aber wieder zurück zum Thema. Im Gegensatz zu der Individualität einer Bewerbung gibt es bei einem Lebenslauf keinen allzu großartigen künstlerischen Freiraum. 

Selbstverständlich kann man ein bisschen Farbe hineinbringen (was jedoch nur in sehr kreativen Berufsfeldern empfehlenswert ist) die Schriftart und die Aufteilung verändern, aber im großen und ganzen bleiben die zu vermittelnden Informationen gleich.
Name, Anschrift, Geburtsdatum, -ort, (Eltern nur bei der allerersten Bewerbung auf eine Lehrstelle und der Beruf der Eltern ausschließlich dann, wenn er Parallelen zum Beruf für den man sich bewirbt aufweist), Schulbildung, Kenntnisse (ein wenig spezifizieren zB. Computerprogramme, Fremdsprachen, etc.), evtl. Hobbies, Praktika, Kurse.

Einen Lebenslauf zu schreiben, kann eine sehr entspannende Wirkung haben, da es eine sehr willkommene Abwechslung zu dem doch recht anstrengenden Bewerbungsschreiben ist.

Die Linien sind klar vorgegeben und lassen gerade genug Spielraum, um alles etwas persönlicher zu gestalten, aber auch keine Wissenschaft daraus zu machen, die einem womöglich graue Haare wachsen lässt.

Eine Parallele weisen jedoch beide Seiten eines Anschriebens auf. Sowohl Bewerbung als auch Lebenslauf sollten sauber getippt (wenn nicht anders gewünscht vom Arbeitgeber), sowie rechtschreibfehlerfrei sein.

Und schreibt eure Bewerbungen selber. Spätestens im Vorstellungsgespräch wird euer potenzieller Arbeitgeber herausfinden, ob euer sprachliches Ausdrucksvermögen zu eurem liebevollen Geschreibsel passt, dass er auf dem Schreibtisch liegen hat.

Ich wünsche allen viel Glück bei diesem Marathon und macht euch früh genug Gedanken darüber, wo ihr euch in Zukunft seht. Und bitte keine lockeren Floskeln wie:" Auf einer Yacht in der Karibik." oder " Als Putzfrau bei IBM."

Denkt ernsthaft... wobei Putzfrau heutzutage auch nicht mehr wie ein niederschmetterndes Todesurteil klingt, sondern in Fachkraft für Gebäudereinigung umgewandelt wurde, um halbwegs ansehnlich zu klingen.

Whatever, have fun in life, it's short enough.

~ Tizi 

 

9.7.07 18:09
 


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